Bericht über die Veranstaltung zur Kommunalwahl in Röthenbach

 

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Röthenbach: (mm) Die neuen Räumlichkeiten im Gasthaus Post waren fast zu klein, um allen Gästen beim gemütlichen Beisammensein der CSU Ortsverbände Argental, Oberreute und Stiefenhofen einen Platz anbieten zu können.

Noch bewegt von der am Vormittag stattgefundenen Trauerfeier für Theo Bihler begrüßte die Ortsvorsitzende Margret Mader ihre Gäste. Menschen wie Theo Bihler einer war, mit Rückgrat, mit Visionen für die Gestaltung und Entwicklung einer Gemeinde oder des Landkreises und dem entsprechenden Durchhaltevermögen sie in die Tat umzusetzen, das seien Eigenschaften, die in der Kommunalpolitik benötigt würden. Die CSU Kreistagskandidatenliste entspreche diesem Anspruch. Junge und erfahrene Kandidat/Innen finden sich darauf, ebenso sind sehr unterschiedliche Berufssparten und Tätigkeiten im Ehrenamt abgebildet.

 

Landrat Stegmann stellte seine Schwerpunkte für die zukünftige Legislatur vor und bekräftigte, dass man gut aufgestellt sei für die kommenden Jahre. Das Landratsamt wolle als Unterstützer für die Vereine agieren und die Digitalisierung im Hause voranbringen, um den Bürger/Innen den Zugang zum Amt zu erleichtern. Erfreulich sei der Schuldenabbau im Landkreis bei gleichzeitiger Investition in die Bildungseinrichtungen. Die nächsten zwei Großprojekte Antonio-Huber-Schule und Berufsschulzentrum sind in den Fokus gerückt.

 

CSU Kreisverbandsvorsitzender Uli Pfanner sprach von dem Wunsch in großen Teilen der Bevölkerung, der ÖPNV müsse billiger werden. Pfanner verwies darauf, dass manches wünschenswert sei, aber eben von irgendwoher finanziert werden müsse. Völlig unsinnig, so seine Meinung, ein 100 €-Ticket einzuführen und dann die bereits gewährten Zuschüsse für den Schülerbeförderungsverkehr an den Freistaat Bayern zurückzahlen zu müssen.  Es müsse auch jedem klar sein, dass eine Verbilligung des Busfahrens in diese Richtung dem Landkreis ca. 5 Millionen € pro Jahr kosten würde. Ob da wohl die Bürgermeister mitgehen würden - dies belastet ja wieder die Kreisumlage - ist sehr fraglich. Besser wäre es deswegen, das Geld in zusätzliche Fahrten für die Abendstunden und in eine bessere Vertaktung zu investieren. Wichtig sei auch die gute Lesbarkeit und Verständlichkeit der Fahrpläne an den Bushaltestellen.

 

Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger ging auf das aktuelle Thema „Brexit“ ein und machte deutlich „die heimische Wirtschaft spürt bereits die Auswirkungen“. Zweites Thema „Landwirtschaft“: Die Bauern haben es schwer. In das gleiche Horn stießen auch die Kreisbäuerin Sonja Müller und Landschaftspflegeverbandsvorsitzender Christian Lingg bei ihrer Vorstellung der Kandidatenrunde.

 

Vom jungen und frischgebackenen Papa Ralf Arnold bis zur erfahrenen Kreisrätin Daniele Kraft begründeten eine ganze Reihe Kreistagskandidat/Innen ihre Motivation, sich zur Wahl zu stellen. Auch das „C“ im Parteiname habe seine Berechtigung, wie Ingrid Kirchmann aus dem Golddorf Gestratz betonte.

 

Zwischendurch immer wieder der unterhaltende Part mit Musikstücken auf der Steirischen, von Magdalena vorgetragen und Gedichten von Heimatdichterin Kathi Maurus, die Margret Mader zum Besten gab.

Fanny Fink, die älteste unter den Anwesenden, ließ es sich nicht nehmen, über den Schneemann zu schmunzeln, der im Tauwetter dahinschmilzt oder den Lichtmesstag als Grundlage für ein Sinnieren über das Dienstbotenleben und dem früheren Wechsel an diesem besonderen Tag zu erzählen.

Insgesamt ein sehr gelungener und heiterer Nachmittag trotz ernster anstehender Aufgaben. Margret Mader spannte am Schluss der Veranstaltung noch einmal den Bogen zur zukünftigen Kreistagspolitik und untermauerte die Bemühungen des Grünenbacher Bürgermeisters Markus Eugler in Kooperation mit dem Familiennetz Argental, ein zukunftsfähiges Konzept für die Seniorenmobilität in den Randgemeinden zu erarbeiten.

Pressebericht über die Wahlveranstaltung des CSU-Kreisverbandes in Wohmbrechts

 

Hergatz (er) „Der ÖPNV ist ein zentrales Thema im Landkreis“, bekräftigte Landrat Elmar Stegmann bei einer Wahlveranstaltung des CSU-Kreisverbandes in Wohmbrechts. Dies gelte besonders für die Gemeinde Hergatz, die an wichtigen Verkehrswegen liege. Neben dem Knotenpunkt im Schienenverkehr kreuzten sich hier zwei Bundesstraßen und mehrere Kreisstraßen. Dem Ausbau des Radwegenetzes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit komme daher besondere Bedeutung zu.

 

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke über Memmingen nach München sei ein „Quantensprung“, der die Züge umweltfreundlicher, mit weniger Lärm und Abgasen verkehren lasse. Die fünf zusätzlichen Bahnhalte zwischen Hergatz und Lindau sollten zwar eine Entlastung im Hergatzer Bahnhofsumfeld bringen, gleichwohl hielt der Landrat mehr Parkplätze für dringend nötig. Der Landkreis sei wie auch in Röthenbach bereit, sich hier finanziell und bei der Abstimmung mit der Bahn einzubringen. „Ein Durchstich unter den Gleisen, wie von Eberhard Rotter bereits vor Jahren angeregt, ist auf jeden Fall sinnvoller als ein neuer Steg!“

 

Stegmann bekannte sich klar zu den zwei Feuerwehrhäusern, die derzeit in Wohmbrechts und Maria-Thann gebaut würden und lobte die Tätigkeit der Blaulichtorganisationen und der vielen Vereine im Landkreis. „Wir wollen Vereinsvorstände schulen und die Ehrenamtlichen auch bei bürokratischen Hürden nicht allein lassen!“ Nachhaltigkeit bei der medizinischen Versorgung beweise der Landkreis durch den Erhalt der beiden Kliniken in Lindau und Lindenberg. Die defizitäre Kurzzeitpflege werde durch einen Pauschalbetrag pro Bett gefördert.

 

Der Landrat bekannte sich klar zur Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe im Landkreis und wies auf den unverzichtbaren Beitrag der Landwirtschaft auch im Bereich der Landschaftspflege hin. Er freue sich,  dass neben Kreisobmann Elmar Karg, der bereits seit zwölf Jahren im Kreistag sei, mit der Kreisbäuerin Sonja Müller und dem Vorsitzenden des Maschinenrings, Christoph Lingg, sich weitere maßgebliche Landwirtschaftsvertreter auf der Kreistagsliste  der CSU sich um ein Mandat bewerben. „Unsere Kandidaten sind im Ehrenamt engagiert und bewährt“, hob Kreisvorsitzender Ulrich Pfanner bei deren Vorstellung hervor.

 

In der Diskussion, an der sich auch Gemeinderäte zu Wort meldeten, beklagten Anlieger die extreme Verkehrsbelastung in der Bahnhofstraße und forderten mehr Stellplätze für ein dort geplantes Wohnbauprojekt. Stegmann verwies auf die Planungshoheit der Gemeinde, die entsprechend tätig werden müsse. Es gelte die Parksituation auch für Busse zu entzerren,  um das Umsteigen am Bahnhof zu verbessern. Das Landratsamt werde die Gemeinde weiterhin rechtsaufsichtlich beraten und er selbst wolle in Gesprächen mit Gemeinde und Bahn auf eine vernünftige Situation hinwirken.

Pressebericht über die Auftaktveranstaltung des CSU-Kreisverbandes in Maierhöfen

 

Maierhöfen (er) Eine Lanze für nachhaltige Politik, die sich langfristig orientiert und nicht auf kurzfristige Versprechen setzt,  brach Landrat Elmar Stegmann bei der Auftaktveranstaltung des CSU-Kreisverbandes zur Kommunalwahl, die traditionell im östlichsten Teil des Landkreises, in Maierhöfen, stattfand. Auch Kreistagskandidatinnen und -Kandidaten stellten sich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern des Frühschoppens zur Diskussion.

Nachhaltig sei, so der Landrat, dass der Landkreis seine Verschuldung seit 2008 von über 40 Millionen Euro auf unter 10 Millionen reduziert und dennoch fast alle Schulen in seiner Trägerschaft auf Vordermann gebracht habe. Die Investitionen in Schulen und Turnhallen werden mit dem Neubau der Antonio-Huber-Schule in Lindenberg und des Beruflichen Schulzentrums in Lindau weitergeführt werden. Nachhaltig handele der Landkreis auch beim Umwelt- und Klimaschutz. So seien ein Landschaftspflegeverband gegründet worden, der Zuerwerbsmöglichkeiten für Landwirte biete, und bereits vor acht Jahren ein Klimaschutzkonzept aufgestellt worden.

„Beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wollen wir besser werden“, kündigte Stegmann an, „aber das geht nicht von heute auf morgen!“ Eine Beratungsfirma aus der Schweiz habe ein neues Buslinienkonzept erstellt, das der Kreistag bereits beschlossen habe. Die vollständige Umsetzung dauere allerdings noch drei Jahre, da der Großteil der Linienkonzessionen erst 2023 ausliefen. Neben teils geänderten und zusätzlichen Buslinien beinhalten die Planungen auch verbesserte Anschlüsse an den Bahnhöfen und Busknotenpunkten. „Wir wollen in einem ersten Schritt das Angebot verbessern und erst dann die Preise senken“ bekräftigte der Landrat und wies darauf hin, dass die Einführung eines „100-Euro-Tickets“ den Landkreis fünf Millionen Euro pro Jahr kosten würde.

Zu Beginn der Vorstellungsrunde hob Kreisvorsitzender Ulrich Pfanner hervor, dass die Bewerberinnen und Bewerber für den Kreistag die gesamte Region abbilden und für Zusammenhalt stehen. In der Diskussion zum ÖPNV erinnerte Eberhard Rotter an die Randlage einiger Kreisgemeinden, die zu Nachbarstädten in Baden-Württemberg orientiert seien. Daher müssten die Busse auch grenzüberschreitend verkehren. Die Bürgermeister Martin Schwarz (Maierhöfen) und Markus Eugler (Grünenbach) berichteten von einem geplanten Pilotprojekt im Argental, das sich unter Federführung der Caritas-Sozialstation und mit finanzieller Unterstützung des Landkreises  um Mobilität in Alter kümmern werde. Sie könnten sich Rufbusse oder Anrufsammeltaxis vorstellen.

Margret Mader, Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Argental, verwies darauf, dass die CSU-Kreistagsfraktion bei der Forderung nach Pflegestützpunkten, bei der Erstellung eines Radwegekonzeptes, bei der Verbesserung des ÖPNV und beim Kreishaushalt initiativ geworden sei.

Weitere Themen der Diskussion waren die Bedeutung von Kurzzeitpflegeplätzen, die der Landkreis finanziell fördere, ambulante Pflege, Möglichkeiten des Generationenwohnens in Neubaugebieten, das Verbot von Holzheizungen in manchen Neubaugebieten, der schlechte Zustand vieler Wälder und die teils unfaire Medien-Berichterstattung über die Landwirtschaft.

Die Kreistagskandidaten (v.l.n.r.) Tobias Keck, Hildegard Schweinberger (beide Stiefenhofen), Johannes Buhmann, Ingrid Kirchmann (beide Gestratz) und Christoph Lingg (Oberreute) im Gespräch mit Landrat Elmar Stegmann.